Erstellt,
am 27.01.2012
Letzte
Änderung, am 30.01.2012
Wie kann
man Magnetzündergeneratoren von Victoria Vicky optimieren?
Dieser exzellent erhaltene linksdrehende 6
Volt 17 Watt Magnetzündergenerator wurde
in den 50er Jahren unter anderem an Victoria Vicky verbaut und war
für damalige Zeiten von besserer Verarbeitungsqualität,
wie jüngere Bosch Komponenten der frühen 60er Jahre. Die
Lichtspule mit exotischen 50
mm Lochabstand
verfügt über ein 15,5 mm dickes Blechpaket, damit
stand man auch bei tiefen Motordrehzahlen nicht völlig
im dunklen. Weil die Betriebsspannung von alten
Magnetzündergeneratoren
nur mit den richtigen Glühlampen gut geregelt wird, musste ich
die Nennlast für
diese Belastungsprüfung
auf 6 Volt 15 Watt verringern. So wird schon bei moderaten
3000 Upm die Betriebsspannung von 6 Volt erreicht und bei
Höchstdrehzahl von etwa 6500 Upm, bleibt die Betriebsspannung
knapp unter 8 Volt. Ohne die Lichtspule zu verändern
könnte man auch einen 12 Volt 25 Watt
Scheinwerfer damit versorgen, weil die Leerlaufspannung von knapp 25
Volt RMS bei 5000 Upm
dafür noch reichen würde. Um den Innenwiderstand der
Wicklung zu verringern, wickelte ich die Lichtspule von
ursprünglich 181
Windungen Cul. 0,67 mm auf
185 Windungen
mit dickerem Cul. 0,95 mm um. Diese Maßnahme bringt
geringfügig mehr Strom aus dem Drehzahlkeller, reicht aber
für größere Glühlampen nicht
wirklich. Auch die
alten Alnico Magneten im Polrad kann man kaum stärker
magnetisieren.

In
den großen Fugen zwischen den Polplatten findet man aber
ausreichend Platz für zusätzliche Neodym Magneten,
welche das Magnetfeld der alten Magneten verstärken. Diese
quadratischen N42 Neodym Magneten mit einer Seitenlänge
von 10 mm kosten ungefähr 5.- Euro und lassen sich sehr
einfach von der Unterseite
einkleben.
In diesem Zusammenhang
muß
man unbedingt auf die richtige Polung und Montage an der
Abrißkante achten, welche in diesem Fall gegen den
Uhrzeigersinn erfolgen muß. Größere Magneten
könnten noch erheblich mehr des guten bringen, aber dann
würde die innenliegende Zündspule überlastet.
Mit dieser einfachen
Verstärkung der Magnetkraft, erreicht eine 12 Volt 25/25 Watt
Glühlampe bei
ca. 3000 Upm
ihre Betriebsspannung und es fließen zusätzlich 0,34
Ampere Ladestrom zu einem 12 Volt Akku. Auch das Ziel eine
handelsübliche
12
Volt 35/35 Watt Biluxlampe zu versorgen (wie man sie an
modernen Rollern findet) ist nach dieser Optimierung erreichbar.
Allerdings sind für diese Disziplin ungefähr
4000 Upm Motordrehzahl erforderlich und der mögliche
Ladestrom zum Akku sinkt naturgemäß. Für
Rücklicht und Bremslicht mit
energiesparenden
LED, reichen diese moderaten Ladeströme mehrfach,
so dass man auch noch zusätzliche LED Blinkleuchten und eine
kräftige 12 Volt Hupe nachrüsten kann.