Erstellt, am 21.12.2005
Letzte Änderung, am
08.05.2013
Fachgerechte
Pflege für
Ni-xx-Akkus an unseren klassischen Fahrzeugen
Stärken
und Schwächen von Nicd und Nimh Akkus
Nicd Akkus
gelten seit den den 70er Jahren als robuste und langlebige Arbeitstiere, sind
weitgehend
temperaturstabil und vertragen sehr hohe Entladeströme, womit
man sogar Kraftfahrzeuge an kleinen Akkublocks starten könnte.
Die Kehrseite liegt leider im stark ausgeprägten
Memory-Effekt, folglich darf man Nicd Zellen nicht wirklich dauerhaft
geringe Kapazitätsmengen entnehmen und diese wieder nachladen.
Bei derartiger Behandlung würde die verfügbare
Kapazität allmählich weniger und vor allem der
Innenwiderstand vielfach höher, bis der Akku
völlig unbrauchbar wird. Nimh-Akkus
verfügen etwa über die doppelte Energiedichte und der
unerwünschte Memory-Effekt bzw. Lazy-Battery-Effekt kommt
wesentlich schwächer zur Geltung! Leider
regieren Nimh Akkus sehr sauer gegen grobe überladungen,
Tiefentladungen und auch die
Temperatur hat großen Einfluss auf die
Entladekapazität. Während höhere
Umgebungstemperaturen die nutzbare Kapazität sogar
geringfügig steigen lassen, haben niedrigere Temperaturen
üppige Kapazitätsverluste zur Folge. So sind bei
-10°C oftmals nur noch 50% der
Kapazität entnehmbar, welche andernfalls bei + 25°C
zur
Verfügung stünden. Selbst bei 0°C sind nur
max. 80% der Kapazität nutzbar, dieser Nachteil wird aber
durch die
höhere Energiedichte weitgehend ausgeglichen. Ein weiteres
Problem liegt aber an wesentlich niedrigeren Entladeströmen,
vor
allem heimtückisch bei mehrzelligen Akkublocks. Deshalb
wäre es sinnvoll bei
Nimh Akkus immer um eine Nummer
größer zu kaufen, oder die Stromaufnahme von
elektrischen Verbrauchern (beispielsweise Blinkleuchten) erheblich zu
verringern!
Die
Nennkapazität (Ah)
Die Kapazität wird in Ampere oder Milliamperestunden (mAh)
angegeben. Eine
Amperestunde (Ah) bedeutet beispielsweise, dass eine Stunde lang ein
Strom von 1 Ampere entnommen werden kann, oder auch 10 Stunden lang 100
Milliampere usw. Tatsächlich ist es aber so, dass bei Akkus
die entnehmbare Kapazität mit steigendem Entladestrom abnimmt.
Zum Beispiel kann
es vorkommen, dass eine frische ULO-Box EBL801 (mit 6 Volt 1Ah
Akkublock) über 20 Stunden lang
einen Strom von 50 mA liefern kann, bei üppiger Stromentnahme
von
2 Ampere aber nicht ein vierzigstel der Zeit, sondern max. 25 Minuten
durchhält. üblicherweise entspricht die auf einem
Akku aufgedruckte Nenn-Kapazität derjenigen
Kapazität, die man bei einem Entladestrom von "C/10"
erhält. Eine handelsübliche NiMH-AA-Mignon-Zelle erreicht
ihre maximale Nennkapazität bei einer Entladung mit C/10 oder
noch kleineren Entladeströmen. Bei Entladung mit C/5 beträgt
die nutzbare Kapazität ungefähr 90%, wobei
niederohmigere Eneloop Akkus auch mit C/2, über 90% der
Nennkapazität abgeben können.
Was
bedeutet die Abkürzung "C" und welche wichtigen Regeln sind dabei zu beachten?
Angaben wie C/10, C/2 oder 2C
beziehen sich auf einen Lade- oder Entladestrom, im Verhältnis
zur Nennkapazität des Energiespeichers. Hat ein Akku
beispielsweise eine Kapazität von 1000 mAh, also 1 Ah, so
beträgt
dessen Kapazität auch 1C. Eine Angabe beim Ladestrom von C/10
bedeutet dann,
dass dieser Akku mit einem Strom, der dem Zehntel seiner
Kapazität
entspricht, also 100 mA geladen wird!
Eine
alte Schulweisheit lautet bekanntlich, laden Sie Akkus 14 Stunden mit
C/10, bzw.10% der vom Hersteller angegebenen Kapazität. Die ist
auch in schlauen Schulbüchern so stark verankert, dass sie
möglicherweise ewig gelten wird. Auch Hersteller von Akkus geben
diese Vorgaben als unverbindliche Empfehlung, obwohl sie in vielen
Fällen nicht mehr ganz zeitgemäß sind. So konnte man in
den 70er bis frühen 80er Jahren in manchen Anleitungen von NiCd
Ladegeräten sogar lesen, "eine überladung mit C/5 für
einige Stunden, sei bei schnelladefähigen Akkus
unkritisch". Solche Empfehlungen gelten schon lange nicht
mehr, denn in den 70er Jahren hatten SUB-C NiCd Hochleiszungszellen nur
durchschnittlich 1000 mAh Kapazität. So hätte ein
überladen mit C/5 an einem 6 Volt 1000 mAh Akkublock, nur max. 1,5
Wattstunden thermische Verlustleistung bei 7,5 Volt verursacht.
Mittlerweile haben wir zarte NiMh Zellen der Baugröße AA mit
Kapazitäten bis 2700 mAh, so dass bei wesentlich kleinerer
Oberfläche, bis zu 2,7 mal mehr thermische Energie einwirken und
die armen Akks grillen würde. Deshalb sollte man mit allen alten
Faustregeln besonders vorsichtig umgehen, falls sie bei modernerer
Technologie anwendet werden. Unsere liebe Industrie hätte damit
naturgemäß kein Problem, weil sie ja bewusst die Lebensdauer
von Produkten einschränkt um gleich die nächste Generation
wieder verkaufen zu können.
Wichtige Pflegehinweise und Lademethoden
Formierung
Die
Formierung (bitte nicht verwechseln mit "Formatierung von
Datenträgern"), ist der wichtigste Arbeitsschritt überhaupt,
vor dem Einsatz von Nixx-Akkus. Durch
das Formieren werden alle Zellen eines Akkupacks auf maximale
Kapazität gebracht, damit bei der Entladung eines Akkupacks nicht
schwächere Zellen vor den stärkeren entleert werden und
dadurch umpolen. Die Formierung
beruht auf einer gezielten überladung mit kleinen
Ladeströmen. Nixx-Akkus können innerhalb gewisser
Grenzen überladungen schadlos überstehen, wenn sie dabei
nicht zu warm werden. Als Faustformel gilt für NiCd Akkus
C/10 und für NiMh C/20, wobei bei zarten Hochkapazitätsakkus
durchaus weniger sinnvoll wäre. Ein
Formieren ist dringend notwendig, wenn herkömmliche
NIxx-Akkublocks längere Zeit gelagert wurden und die Zellen durch
unterschiedliche Selbstentladung einen ungleichen Ladestand aufweisen.
Deshalb niemals die Akkublocks von ULO EBL 801 vor dem Einwintern
vollladen, sondern nur teilgeladen ruhen lassen und erst kurz vor dem
Saisonstart ordnungsgemäß formieren, sonst sterben sie
möglicherweise unerwartet schnell.
Disformierung
Die
Disformierung von Akkupacks erfolgt während längerer
Lagerzeit und bewirkt, dass die Zellen stark unterschiedlich
entnehmbare Kapazitäten aufweisen. Solange sich die einzelnen
Zellen nur geringfügig voneinander unterscheiden (was man von
neuen Akkupacks erwartet) und bei eher energiesparenden Anwendungen nie
die gesamte Kapazität des Packs verbraucht wird, wird man im
praktischen Einsatz kaum von negativen Auswirkungen einer Disformierung
überrascht. Im Fahrbetrieb von ULO EBL 801 fließen auch nach
zurückregeln der temperaturgeregelten Ladeschlußspannung
noch kleinere Ströme, welche den möglicherweise
unterschiedlichen Ladezustand der Akkupacks ausgleichen. Ohne
Akkupflege bei länger stehenden Fahrzeugen, kann die Disformierung
von Akkupacks allmählich so große Ausmaße annehmen,
dass diese bei der Verwendung der Blinkleuchten, keine hohen
überlebenschancen haben. Jeder Nixx Akkublock besteht aus
mehreren in Reihe geschalteten Einzelzellen und wird je nach
Ladegenerator eher mit üppigen Strömen schnellgeladen, so
kann ein stark disformierter Akkupack schon nach wenigen
Ladezyklen stark geschädigt oder sogar zerstört werden. Auch
ein gutes externes Schnelladegerät wird den Delta/Peak nicht
richtig erkennen, wenn eine oder mehrere Zellen vollgeladen und die
anderen noch halb leer sind. Es kann auch passieren dass 3 bis 4 Zellen
voll sind und die Ladung wird frühzeitig beendet, obwohl ein
oder zwei Zellen nicht mal halb geladen sind. In diesem Fall tritt
noch kein unmittelbarer Schaden ein, aber der ist bei der
nächsten Entladung mit stromhungrigen 6 Volt 21 Watt Blinkleuchten
garantiert vorprogrammiert.
Die meisten Totalschäden
treten erfahrungsgemäß bei der Entladung von disformierten
Akkupacks ein. Die Zelle welche zuerst leer wird, bewirkt bei hohen
Entladeströmen meistens einen sprunghaften Spannungsabfall
des gesamten Akkupacks, von etwa 1 Volt. Achtet man jedoch nicht auf
diese schwerwiegende Warnung und setzt die Entladung fort, dann
polt die leere Zelle um und wird nachhaltig geschädigt.
Derartige Schäden verschlechtern sich schleichend, bis die
betroffene Zelle völlig unbrauchbar wird. Weil kaum jemand die
einzelnen Zellen eines altgedienten Akkublocks fachgerecht
überprüft, wird häufig das komplette Akkupack entsorgt,
obwohl man oft aus mehreren defekten noch ein funktionsfähiges
Akkupack zusammenlöten könnte. Sobald aber offensichtlich
schon Sicherheitsventile öffneten und ätzende Kalilauge
austrat, sollte man kompromißlos alle Zellen erneuern.

Für
zuverlässige Eigenbau Akkupacks sollte man
keinesfalls "billigste" Zellen mit hoher Serienstreuung verwenden,
dann kauft man garantiert innerhalb kurzer Zeit zwei mal. Voll geladen
gelagerte Nixx-Akkupacks sind erfahrungsgemäß schon nach
wenigen Monaten erheblich disformiert und sollten keinesfalls mit hoher
Last (6 Volt 21 Watt Blinkleuchtet) belastet, oder mit
einem Schnellader nachgeladen werden. NiCd Akkublocks lagert man
deshalb am besten nur angeladen, wobei man NiMh Akkublocks
über längere Zeit ungefähr halb geladen lagern sollte,
damit sie durch die natürliche Selbstentladung keine
Tiefentladung erleiden. Deshalb vor dem ersten Einsatz nach
längerer Lagerung, unbedingt wie oben empfohlen, mit kleinen
Strömen formieren. Disformierungseffekte samt ihren
schädlichen Auswirkungen gelten auch für Starterbatterien mit
Bleitechnik, wobei einem dort auch noch die Sulfatierung übel
mitspielt. So kann man einer Starterbatterie den sicheren
Todesstoß versetzen, wenn man nach der langen Winterpause
beispielsweise den Anlasser vom Motorrad 30 Sekunden orgeln lässt.
Dagegen helfen wiederum permanente Erhalungslader mit moderater
Erhaltungsladespannung. Für Nixx-Akkus wäre dauerhafte
Erhaltungsladung kontraproduktiv und führt zu sehr schnellem
Verschleiß, deshalb soll man gelegentliche Formierungen
durchführen.
Spannungsladung
Die
Spannungsladung ist für Blei und Lithium Akkus optimal geeignet, aber
nicht für geschlossene NICD
oder NIMH-Akkus.
Bei der Ladung nach Spannung wird eine konstante Spannung über
eine Strombegrenzung, an den Akku angelegt. Der Strom der in den Akku
fließt und diesen auflädt, wird überwiegend
durch die Spannung des Akkus bestimmt. Ein leerer Akku hat eine
niedrige Spannung und eine große Spannungsdifferenz zwischen
Akku und Ladestromquelle. Bei allmählich zunehmender
Akku-Spannung wird auch der
Ladestrom kleiner. Liegt die Ladespannung unterhalb der empfohlenen
Ladeschlußspannung, so kann ein Bleiakku bei dieser
Lademethode
nicht überladen werden. Allerdings ist die Spannung an NICD
oder NIMH Akkus überhaupt
kein Kriterium für dessen
Füllstand, das hängt bei dieser Technik stark von der
Bauart,
vom Strom, Temperatur und (Alter) ab. Deshalb könnte es bei
höheren Temperaturen kritisch werden, wenn man an Motorrad
Ladereglern mit beispielsweise 7,2 oder 14,4 Volt
Ladeschlußspannung, einen Akkublock aus 5 oder 10 NiMH Zellen
anschließt. Ein solcher Kompromiß wegen
Platzproblemen, wäre nur
mit moderneren LSD
(Low Self Discharge)-Akkus wie SANYO-Eneloop
möglich, welche über eine deutlich höhere Spannungslage
verfügen. So fließt an einem beinahe vollgeladenen 10
zelligen Eneloop Akkublock bei 14,5 Volt
Ladespannung, schon nach kurzer Zeit kein Ladestrom
mehr. Allerdings kann man mit dieser artfremden Lademethode nur
Ladestände von max. 80 bis 90% erreichen, welche
außerdem stark temperaturabhängig sind. Weil aber aufgrund
der niedrigen Selbstentladung von LSD Akkus auch die allgemein
gefürchtete "Disformierung" von Akkupacks kaum zur
Geltung kommt, könnte man damit gut leben. Aber unbedingt alle 1
bis 2 Jahre vorsorglich formieren, für einen 10 zelligen 12 Volt
2000 mAh Eneloop Akkublock, wären etwa 20 Stunden
mit 50 bis 75 mA Ladestrom (max. eine Wattstunde Verlustleistung) eine angemessene Wahl!
Stromladung
Die
Ladung mit konstantem Strom ist die älteste und einfachste Methode. Bei der Stromladung werden Ni-xx Akkus meistens, aber nicht immer mit
pulsierendem Gleichstrom geladen. Anders als bei der Spannungsladung
ist der Ladestrom konstant, der
grösste Nachteil liegt aber darin, dass bei höheren
Ladeströmen die Akkus gnadenlos überladen werden, wenn der
Ladevorgang nicht rechtzeitig beendet wird. Deshalb sollte man diese
Methode nur zum Formieren von Nixx-Akkupacks und vor allem mit kleinen
Ladeströmen anwenden.
Ladeschlusserkennung
nach Zeit
Geht man von einem leeren Akku aus, so braucht man nur so lange
Ladestrom fließen zu lassen, bis die Kapazität des
Akkus erreicht ist. In der Praxis ist aber Aufgrund von Verlusten mehr
Ladung erforderlich und zwar etwa 1,4C. Ein leerer 1500 mAh-Akku wird
insgesamt mit einer Kapazität von 1,4 x 1500 mAh = 2100 mAh
geladen. Also wahlweise 10 Stunden lang mit 210 mA oder 14 Stunden lang
mit 150mAh. Letzteres ist eine typische Ladeanweisung für
langsames Laden: 14h mit C/10. Damit sie funktioniert muss der Akku
vollständig entladen oder sein Füllstand bekannt
sein, aufgrund sehr niedriger Ladeströme von C10 wäre
auch
leichtes überladen eher unkritisch!
Ladeschlusserkennung
nach "minus Delta U"
Diese Ladeschlusserkennung macht sich folgenden Effekt zu nutze: wird
ein NiCd
Akku oder NiMH
Akku
mit konstantem Strom geladen, steigt seine Spannung
immer weiter an. Ist der Akku voll, so steigt auch seine
Temperatur, was zu einem sinkendem Innenwiderstand führt. Das
wiederum bewirkt ein geringfügiges absinken der Ladespannung.
Dieser
leichte Spannungsabfall, der bei NiMH-Akkus
nur etwa 15-25mV beträgt, muß von der
Ladeelektronik erkannt werden, damit die Ladung zuverlässig beendet wird.
Folglich ist es sehr wichtig, dass der Ladestrom ausreichend hoch ist
(etwa ab C/4), da sonst der Effekt der negativen Spannungsdifferenz zu
gering ausfallen kann und die Abschaltung versagt, was den Akku
gnadenlos zerstören kann. Diese Lademethode
wäre für den mobilen Einsatz unserer klassischen
Fahrzeuge
nicht möglich, weil sie bestenfalls auf
langen Strecken und vor allem nur mit völlig konstanten
Ladeströmen funktionieren
könnte! Andernfalls müsste man einen enormen
elektronischen
Steuerungsaufwand betreiben, dessen Nutzen eher fragwürdig
wäre.
Ladeschlusserkennung
nach Temperatur
Zum Ladungsende entsteht mehr Sauerstoff als kurzfristig abgebaut
werden kann und der Zelleninnendruck erhöht sich. Dabei steigt
auch die Temperatur erheblich an, was die Ladeschaltung zur
Abschalterkennung nutzt.
Der Einsatz der Ladeschlusserkennung nach Temperatur kann kritisch
sein, weil bei schlechter Wärmekopplung zwischen Zellen und
Temperatursensor der Akku stark überladen und
geschädigt wird. Bei guter Wärmekopplung sind
allerdings sehr gute Resultate erzielbar. Sie findet daher Anwendung,
wenn der Temperatursensor (beispielsweise an kompakten ULO EBL801
Ladeeinheiten) im Akkupack integriert ist. So sind auch Fehlfunktion
relativ gut auszuschließen.
Dauer-Niedrigstrom-Ladung
Dauerladung mit niedrigem Ladestrom ist möglich, allerdings
darf an NiMH-Akkus ein zeitlich unbegrenzter Ladestrom je nach Oberfläche und Kühlung von C/20 bis
max. C/10 nicht überschritten werden. Gute SUB
C-Akkus von www.newtecs.de
für eher kleines Geld, können Dauerladung bis max.
C/20 sehr lange (ohne
Beschädigung) überleben. An historischen
Kraftfahrzeugen mit Magnetzündergeneratoren, kann man
gefahrlos einen 12
Volt 3900 mAh SUB-C Akkublock
mit einer einfachen
Gleichrichterdiode an 350 mA Konstantstrom (Primärwicklung
von Zündspulen) direkt laden, so lange man damit nicht
mehrere Tage durchgehend unterwegs ist und keine elektrische Energie
verbraucht!
Ideale Wartungs und
Ladebedingungen für NiCD
und NiMH Akkus
Wie
bereits erwähnt, kann man anhand der Zellenspannung
nicht auf
den Ladezustand schließen, weil dieser auch stark von der
Temperatur, dem Alter der Zellen und anderen Parametern
abhängt.
Wenn die Zellenspannung bei Raumtemperatur unbelastet unter ca. 1,1 V
liegt (beispielsweise 5,4 Volt an einem fünfzelligen 6 Volt
1,2 Ah
NiCd Akkublock), dann könnte man annehmen, dass dieser
entweder
beinahe
tiefentladen ist, oder 4 gute Zellen haben noch 1,35 Volt und die
schlechteste schon Null Volt. Aus diesem Grund sollte man eher
allgemein davon ausgehen, dass ein intakter 5-zelliger 6 Volt NiCd
Akkublock unter 6,25 Volt Leerlaufspannung, so gut wie entladen ist.
Verwahrloste oder lange Zeit unbenutzte
Akkublocks, sollte man zur möglichen Wiederbelebung erst mit
kleinen Strömen von C/10, etwa 15 bis max. 20 Stunden
leicht
überladen (formieren) und anschließen wieder
kontrolliert
auf eine durchschnittliche Zellenspannung von 1,1 Volt entladen.
Für diesen Zweck sind einfache Entladeschaltungen
mit
Unterspannungsabschaltung
sehr nützlich, um starke Tiefentladungen oder gar Umpolungen
von einzelnen Zellen zu vermeiden. Mit einem zusätzlichen
Powermosfet Transistor, kann sich dieser Entlader bei unterschreiten
von 5,4 Volt Klemmenspannung automatisch hochohmig schalten, falls man
längere Zeit zum ausstecken vergisst. Dabei muss unbedingt
beachtet werden, dass an 10 zelligen Akkublocks (für 12 Volt
Betriebsspannung) die Entladespannung nicht unter 11,7 Volt absinken
darf, andernfalls würde die schwächste Zelle von ungleichen Akkupacks stark
geschädigt. Nach max. 3 Wartungszyklen
oder Formierungen, sollte man
schnelladefähige Akkublocks auch einmal mit höheren
Strömen
laden, damit sich deren angestiegener Innenwiderstand wieder leicht verringert
und
auch die Formierung besser stabilisiert wird. So wird auch die Gefahr
kleiner, dass sie später bei höheren
Entladeströmen viel
zu früh zusammenbrechen.
Will man dafür die interne Ladesteuerung von ULO EBL801 mit
integriertem Temperaturfühler verwenden, dann kann man einen
ausreichend starken Transformator mit 15 bis 18 Volt Ausgangsspannung
an den geregelten Ladeeingang 1~ anschließen. Den
möglichen Ladestrom am einfachsten mit einer 12 Volt 5 Watt
Lampe
zum Formieren,
oder für den Hauptladestrom mit einer 12 Volt 35 Watt
Glühlampe in
Reihenschaltung begrenzen. Ist man für
eine Investition
von
max. 50.- Euro bereit, dann wäre unter anderem das kompakte
und
auch hochwertig aufgebaute Robbe
Power-peak-a4
mit Delta-Peak-Abschaltautomatik, eine vernünftige
Bereicherung
der
Werkstatt-Ausrüstung.

Das
kann man über zwei Bananenstecker
direkt an das Plus Kabel 49 und Masse 31 anschließen und den
Hauptladestrom stufenlos zwischen 300 bis max. 3000 mA einstellen. Mit Ladeströmen von
1/C bis 2/C lassen sich unter anderem durch Tiefentladung
umgepolte oder Null Volt Zellen welche durch
längere Lagerung ihre Formierung verloren, mit
höherer
Erfolgswahrscheinlichkeit wieder
reaktivieren. Die Restladung oder auch der sogenannte
Nachladestrom nach der automatischen Delta-Peak
Abschaltung, kann mit
geringen C/20 bis C/10 ergänzt werden, was einer
Einstellung von 1200 oder 2400 mA als erwünschten
Hauptladestrom
für einen 6 Volt 1200 mAh Akkublock entspricht. Langsam
laden wäre allgemein
die schonendste Methode, damit kann man aber zu tief entladene
Akkus mit enormer Selbstentladung nicht immer erfolgreich regenerieren.
Schnelles Laden im Zeitraum
unter einer Stunde ist auf einer Seite recht
praktisch, verkürzt
aber die mögliche Lebensdauer von Energiespeichern
erheblich. Ultraschnelles laden kann zwar erfolgreich den
Innenwiderstand der Zellen verbessern, dafür steigt auf der
anderen Seite auch die durchschnittliche Selbstentladungsrate erheblich
an. Nach meinen persönlichen Erfahrungen erreicht man am
handelsüblichen Robbe Power-Peak-A4 mit eher moderaten
Ladeströmen von C3 bis C5 langfristig sehr gute Ergebnisse, in
diesem Zusammenhang wäre nach der Delta-Peak-Abschaltung eine
Nachladezeit von ungefähr 8 bis 15 Stunden empfehlenswert. Verzichtet
man
völlig auf den Nachladevorgang, wird die nutzbare Kapazität bei jedem
Lade/Entladevorgang (Disformierungseffekt) spürbar weniger, was man auch mit anderen
Computerladern feststellt. Man kann diesen
intelligenten Lader auch gefahrlos mehrere Tage angeschlossen
lassen, ein längerer Zeitraum von Wochen bis zu
Monaten,
würde aber den unerwünschtem Memory oder
Batterie-Trägheits-Effekt (vor allem bei älteren NiCd Akkus
fördern) und wäre im Gegensatz zur Erhaltungsladung
von Bleiakkus kontraproduktiv.
Erfahrungsgemäß werden dauerhaft gepufferte
NiCd Akkus für Notbeleuchtungen oder als Datensicherung
für
statische Speichermedien, schon nach weniger als 2 Jahren Jahren völlig
unbrauchbar. NiMh
Akkus leben mit dieser nicht artgerechten Behandlung, ungefähr
3
mal länger. überladungen mit
ungeeigneten Lademethoden (vor allem mit höheren
Temperaturen), führen zu
Kapazitätsminderung und zur sicheren Zerstörung von
NiMh-Akkus.
Selbstentladung
Klassische
NiCd und
NiMH-Akkus
unterliegen einer hohen Selbstentladung. Je älter ein Akku,
desto
größer wird auch seine Selbstentladungsrate. Hohe
Temperaturen und auch üppige Ladeströme,
beschleunigen die Selbstentladung enorm. Eine
durchschnittliche Selbstentladungsrate mit etwa 15~25% pro Monat ist
schon bei
jüngeren Akkus realistisch, ältere
und schon öfter tiefentladene Akkus, können in
unbenutztem
Zustand sogar monatlich über 90% ihrer Ladung
verlieren. Das bedeutet, dass ein frischer 1500 mAh-Akku
nach einem Monat bestenfalls
noch 1250 mAh geladene Kapazität und nach einem weiterem Monat
nur
noch 840 mAh.... Kapazität hat. Diese hohe
Anfangsselbstentladung ist aber auf lange Sicht
gesehen, unkritischer als an Bleiakkus. Ausgenommen davon sind
modernere LSD-NiMH-Akkus mit geringer Selbstentladung, wie sie von
Sanyo als Eneloop angeboten werden. Solche Energiespeicher mit
geringfügig kleinerer Nennkapazität verursachen im ersten
Monat nach der Ladung, ungefähr 15% Selbstentladung und in 12
Monaten nur
weitere 10 bis 15%, bei durchschnittlich 20°C.
Entladen
von in Reihe
geschalteten Akkus
Die Gesamtkapazität von in Reihe geschalteten Akkus entspricht
immer nur der Zelle mit der geringsten
Kapazität. Problematisch sind
naturgemäß extreme
Parameter, Begriffe wie "zu groß
oder sehr klein" sind immer relativ zu den
Akku-Kapazitäten zu sehen. Der
Normalbereich erstreckt sich von C/20 bis etwa 3/C der
angegebenen Kapazität. Zu hohe Entladeströme
beanspruchen die Zellen thermisch sehr stark und
ungleichmäßig, sehr kleine
Entladeströme (im Bereich der Selbstentladung) sind
nicht mehr linear mit der Kapazität
berechenbar. Entladen
mit hohen Strömen (relativ zur Akku-Kapazität) wirkt
in
jedem Fall lebensdauerverkürzend. Wenn dann noch, (wie z.B.
mit
niederohmigen 6 Volt 21 Watt Lampen für Blinkleuchten), die
Grenze zur Tiefentladung unbemerkt überschritten wird, dann
hat der Akkublock wirklich geringe Chancen, alt zu werden. Es
wird
dann recht schnell fatale Folgen haben, wenn eine Zelle geringere
Kapazität als ihre gesünderen Nachbarn hat.
Beim
Entladen nimmt die Spannung
eines Akkus langsam ab, ist nun eine Zelle schwächer als die
anderen im gesamten Verbund, so kann sie bereits vollständig
entladen sein, während der restliche Akkublock noch
über genügend Energie verfügt. Dadurch kann
eine bereits vollständig entladene Zelle auf
eine Spannung unter 0V fallen und wird von den restlichen Zellen mit
entgegengesetzter Polung aufgeladen. Dieses Problem ist die
häufigste Ursache
für zerstörte Akkus, daher nur Akkuzellen mit
annähernd gleicher Kapazität gemeinsam verwenden und
einen solchen Akkublock niemals völlig leersaugen. Bei sehr
niedrigen Entladeströmen (beispielsweise ultrahelle
Leuchtdioden) ist dieses schwerwiegende Problem weitgehend zu
vernachlässigen, bei sehr kleinen Strömen bis max. 50
mA
polen Sub-C Zellen nicht mehr um, auch wenn sie 'total
leergesaugt' sind. Das gilt
erfahrungsgemäß für
einen Zeitraum bis zu einer Stunde, ab 100 mA konnte ich bereits
nach wenigen Minuten ein umpolen im einstelligen Millivolt
Bereich
beobachten. Die Disziplin für kleine Entladeströme
schaffen manchmal sogar 30 Jahre alte NiCd
Akkublocks noch zufriedenstellend, welche aber bestenfalls noch die
Eigenschaften von kleinen Taschenlampenbatterien erfüllen.
Auch
die zulässige Entladeschlußspannung ist immer von
der
Anzahl der Zellen abhängig, so gilt für 5
Zellen eine
Entladeschlußspannung von 5,4 Volt bei C/10 noch als
unbedenklich, wobei diese an 10 zelligen Akkublocks nicht
unter
11,7 Volt absinken sollte, wenn Ströme >50 mA
fließen.
Eine einzelne NiCd- oder NiMH-Zelle kurzzeitig bis auf Null Volt zu
entladen wäre nicht schlimm, tragisch wird es bei
Akkublocks,
wenn eine Zelle infolge von Tiefentladung umgepolt wird. Das
schädigt die Chemie bis zur völligen
Zerstörung,
vor allem bei höherer Stromstärke und
längerer
Dauer der Umpolung.
Lagern
von Nimh Akkus
Werden Nimh Akkus länger nicht benützt,
(beispielsweise
Winterpause von Schönwetterfahrzeugen) dann im
teilweise bis voll geladenem Zustand aufzubewahren. Die bei der
Selbstentladung auftretenden,
langsamen Prozesse können auch dauerhaft schädliche
Wirkungen haben und die Gesamtlebenszeit des Akkus verringern, aber
nichts hält bekanntlich ewig.
Während Nickel-Cadmium
Akkus bis auf
0V entleert und für eine begrenzte Zeit auch so gelagert
werden können, ist bei Nimh Akkus eine so tiefe Entladung
nicht
empfehlenswert und verursacht unter anderem irreperabel hochohmige
Zellen. Manchmal liest man im Internet "dass sich zu
lang gelagerte" Nimh Akkus
chemisch zersetzen" Im Jahr 2003 analysierte ich deshalb einen kleinen
3,6 Volt
70 mAh Nimh Akku von 1999, welcher seither an ca. 1µA
Dauerlast in einem Lagerraum vergessen wurde! Bei ähnlichen
Steuerplatinen mit
dauerhaft tiefentladenen Nicd Akkus befanden sich
erfahrungsgemäß häufig
stark ätzende Oxydschichten um die Akkus, aber der kleine Nimh
Akku
war noch dicht und wirkte optisch wie neu! Die
gemessene Spannung von nur 1,43 Volt (durchschnittlich 0,47 Volt
Zellenspannung)
war nicht sehr ermutigend, aber der kleine Akku verhielt sich beim
anschließenden einstündigen schnelladen mit 50 mA
Vorbildlich. Als ich diesen verwahrlosten Nimh Akkublock 5 Monate
später wieder überprüfte, betrug die
Leerlaufspannung 3,72 Volt und er zeigte auch bei 20 mA Last keine
ausgeprägten Schwächen!
Später erwarb ich bei www.newtecs.de
10 Stück SUB-C Akkus vom Typ Blue-Line mit 3000mAh
Nennkapazität und lagerte
diese Zellen ganze 30 Monate unbehandelt bei ca. + 10 bis max.
22° C, bis die durchschnittliche Zellenspannung auf unter 1
Volt
absank. Dann verlötete ich diese Zellen zu einem Akkublock und
lud ihn 14 Stunden mit 300 mA C/10. Später erfolgte die
kontrollierte Entladung an einer 12 Volt 5 Watt KFZ Lampe (ca. 400 mA
Last) Die Lampe leuchtete beinahe 6 Stunden, bis die
schwächste Zelle unter 0,9 Volt absank. NIMH
Akkus altern
tatsächlich bei Lagerung, der
Innenwiderstand steigt und die Kapazität nimmt ab. Folge: die
Spannung unter hoher Last wird deutlich geringer (man merkt das richtig
bei hohen Entladeströmen). Darum NIMH Akkus bei ca.
50% Ladung lagern und nach der Winterpause entladen (aber nicht
völlig leersaugen) sowie anschließend wieder
laden, oder das Fahrzeug regelmäßig bewegen
und dabei
die elektrischen Verbraucher benützen!
Meinungen von anderen
Autoren, zur Langzeitlagerung und Lebensdauer von Ni-xx Akkus
Für
die Lagerung über einen längeren Zeitraum ist es auf
Grund der Selbstentladung (ca. 50% in drei Monaten) unerheblich in welchem
Zustand Sie Ihre Akkus aufbewahren (gilt nicht für
Akkupacks). Bei längerer Lagerung (länger
als ein
halbes Jahr) sollte ein NiMH Akku jedoch im vollgeladenen Zustand
gelagert werden. Zudem sollte er alle 12 Monate mindestens
einmal geladen werden. Der empfohlene Temperaturbereich
für
Langzeitlagerung liegt zwischen +10°C und +30°C bei
einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50%. Dann diverse
Erfahrungsberichte über Null Volt
NiMh Akks. Hier noch Aufzeichnungen
von langjährigen persönlichen Erfahrungen
mit NiCD, NiMH und Bleiakkus. Die ältesten und auch
haltbarsten
elektrischen Energiespeicher, sind die legendären und leider
beinahe vergessenen Ni-Fe
Akkus von Thomas Edison.
Warum man NiFe Akkus bei keinem Anbieter mehr findet und in
letzter Zeit überwiegend mit kurzlebiger Lithium-Akku-Technik
konfrontiert wird, kann eigentlich nur an der unglaublichen
Lebensdauer von NiFe-Akkus liegen. Es gibt aber seit 2006 "wirklich
geniale" LSD (Low Self Discharge)-Akkus bzw. NiMH Akkus mit
geringer Selbstentladung und das sogar für kleines Geld.
Warum lieber NiMH und keine Li-XX Akkus
verwenden?
Auch
wenn seit wenigen Jahren überall für die hohe Energiedichte von Lithium
Akkus geworben wird, sind NiMH Akkus auf längere Zeit
die besseren und auch ungefährlicheren
Energiespeicher. NiMH
sind wie NiCd Akkus vom Einstandspreis viel günstiger und
überleben erfahrungsgemäß auch
Tiefentladungen ohne
schwerwiegende Schäden. Wenn man NiMh Akkus
einigermaßen
artgerecht behandelt, dann können
Qualitätszellen wie
Sanyo Twicell 1600 auch nach 13 Jahren noch ihre ursprüngliche
Kapazität erreichen.

Dabei
habe ich diese armen Sanyo Twicell mindestens 2 Jahre in einem
Blitzgerät vergessen und deren Leerlaufspannung lag nur noch
zwischen 0,74 bis 0,82 Volt. Lithium Akkus sind nach meinen
persönlichen Erfahrungen sehr teure Nieten, worüber man
sich schon
nach wenigen Jahren richtig ärgern muß. Um eine
höchstmögliche Lebenserwartung zu erreichen, soll man
derartigen Edelschrott nicht tiefer als 70 % Entladetiefe leersaugen
und auch nicht höher als bis 80 % der möglichen
Speicherkapazität vollprügeln. Von der lieben
Industrie
werden stattdessen alle möglichen und bekannten Probleme
verschwiegen, weil zahlende Kunden am besten alle 2 Jahre neuen
Sondermüll (als sogenannte Verschleißteile) kaufen sollten! Außerdem unterliegen Li-XX
Akkus einem
kalendarischen Ablaufdatum, sobald solche
Brocken zusammengeschustert werden. Nach 2 bis
spätestens 7
Jahren oder schon nach einer einzigen Tiefentladung, werden Lithium Akkus
unbrauchbar. Gute NiMH Akkus haben nach 7 Jahren noch die
zweite Hälfte ihrer Lebenserwartung vor
sich, wenn sie artgerecht behandelt werden.
Allerdings
gibt es auch bei NiMH Akkus sehr unseriöse Auswüchse
mit
astronomisch hohen Kapazitätsangaben, wie etwa 3300 mAh
für
kleine Mignon Zellen. Diese hohen mAh-Angaben sind unter keinen
seriösen Testbedingungen erreichbar und außerdem hätte
nur
das
Verhalten unter Last, eine Aussagekraft über den
Innenwiderstand der Zellen. Ich hatte schon mehrere 2700 mAh
Billigsdorfer Akkus im Haus, wo die Spannung schon bei
moderater Belastung in den Keller stürzte. Manche
Akku-Anbieter vertrauen offensichtlich auf unmündige Kunden,
welche Qualität und Schrott ohnehin nicht wirklich unterscheiden
können, was aber mittlerweile mit einem preiswerten BC700
Computerlader
keine große Kunst ist. In diesem
Zusammenhang lobe ich die ehrlichen 1900 mAh als
Mindest-Kapazitätsangabe von Sanyo Eneloop
mit sehr hoher Spannungslage, deren Spannung an vorher vollgeladenden
Zellen bei einer Kapazitätsentnahme von 1750 mAh mit C/8 noch
über 1,20 Volt liegt. Sogar bei 2000 mAh entnommener
Kapazität bleibt die Spannung noch über 1,1 Volt, so dass
Digitalkameras beinahe die vollständige Kapazität
ausschöpfen können, bevor sie vorsorglich abschalten. Mit
diesen hervorragenden Eigenschaften ist es auch kein Wunder, dass die
guten Eneloops, beinahe allen Pseudo 2700
mAh
Akkus locker das Wasser abgraben.

Diese
gemessenen Eneloop Zellen der zweiten Generation, arbeiten seit 14
Monaten in meiner alten und vor allem
stromhungrigen Kodak DC240 Digicam und haben nach etwa 20 Ladezyklen,
in der
Kapazität noch leicht zugelegt. Vor allem kann man Eneloops
dank
höherer Spannungslage beinahe völlig leersaugen,
sodass auch das BC700 nur noch eine verbliebene Restkapazität von
knapp 20
mAh
messen kann, bevor deren Zellenspannung ziemlich rasch auf 0,9 Volt
absinkt. Es gibt
Modellbau und Photofreaks, welche seit der Markteinführung von
Sanyo Eneloop im Jahr 2006, schon erheblich über 500
Lade/Entladezyklen
durchgezogen haben und dabei so gut wie keine
Kapazitätseinbußen feststellten. Wie lange gute LSD Akkus
tatsächlich halten werden, wissen wir leider erst in ungefähr
10 Jahren. Sie werden aber garantiert länger wie klassische NiMH
Akkus leben und könnten in dieser Disziplin, möglicherweise
auch mit langlebigen NiCd Akkus konkurrieren.
Verwahrloste Blei oder Lithium
Akkus wären nach >30
Monaten
Winterschlaf irreparabel sulfatiert oder zerstört,
falls man sie in der Zwischenzeit nicht mehrmals nachlädt!
Solche
schwerwiegenden Probleme kennt man bei Nickel
Akkutechnik nicht wirklich, NiFe Akkus können
sogar 100 Jahre und länger funktionieren.